Regie:
Peter Wustinger

 

Kurzausschnitte

Zugaben / Kulisse

Verwandlung zum Affen / Enns

Fremdgehen / Enns

 

KOPFWASCHPULVER
(18.9.2014)

ERiCH
(
25.9.2012)

UND WENN SIE NICHT GESTORBEN SIND...
(28.9.2010)
B*ZUG
(30.9.2008)

OHNE GEWEHR
( 5.10.2006)
BEZIEHUNGSWAISE
( 23.3.2005)


"Es waren einmal zwei Männer unterwegs im Wald", heißt es,
"um durch Rituale loslassen zu lernen."
Nur blöd, wenn ihnen bei diesem Versuch eine Abordnung
eigentümlicher Märchenfiguren in die Quere kommt.
Das Stück des clownesk geschulten Kabarett Duos "BlöZinger"
ist ein geschickt gebautes und ideenreiches Programm. Ein Stück auf zwei Ebenen.
Gespickt mit viel Spielwitz und allerlei pointierten Albernheiten.
..

 

Es waren einmal zwei Männer im Wald, eine Mission, keine Möglichkeit zum Wenden,
…es bleibt gerade noch genügend Zeit und Akkuleistung um den Beziehungsstatus auf Facebook zu ändern,

…verlieren kann Mann eigentlich nur, was Mann schon gehabt hat, finden kann Mann so ziemlich alles…

Premieren Kritikenl

 

Zwei Männlein stehn im Walde...

Das wirkliche Leben verpufft zur Utopie, wenn man in sozialen Netzwerken zappelt. Die Kabarettisten „BlöZinger“ (Robert BLÖchl, Roland penZINGER) sind in ihrem neuen Programm „Und wenn sie nicht gestorben sind...“ der Aufreißer-King und Facebook-Junkie Richie (Versicherungsmakler) bzw. der geerdete Kurt (Tierpfleger), der „Conny’s Telefonsex“ auf Kurzwahl gespeichert hat. Die beiden Singles haben sich auf ein Wochenende in einer Hütte verabredet. Aber wer den Alltag auf Benutzeroberflächen sucht, verirrt sich im Wald – von animierten Kreaturen begleitet. Die beiden begegnen auf ihrer abenteuerlichen Fährtensuche der Märchen-Stirnreihe: Riese, besoffenes Rotkäppchen, Fee mit Vornamen Gute, laszive Hexe, kecke Zwerge, Froschkönig...

Penzinger und Blöchl sind alle Figuren und marschieren in blendend gespielter „Weißer Clown und dummer August“-Tradition. Wo der Schmäh nicht fein einsickert, dort werden alte Beziehungsgeschichten mit dem Holzhammer verdaut („Der Irak wurde öfter angegriffen als die eigene Frau“). Und wenn der Zwerg nicht spurt, dann „muss das Schneewittchen morgen für einen weniger aufdecken“. Die beiden haben gesellschaftliche Angsttriebe zu einem schrillen Strauß gebunden, mit dem man seinen Spaß hat.
(Peter Grubmüller / Oberösterreichische Nachrichten)

Mit Facebook auf Selbstfindung im Märchenwald

Am Beginn von BlöZingers neuem Programm stand ein Schulwandertag. Den wollten die beiden Kabarettisten Robert Blöchl und Roland Penzinger eigentlich zum Thema machen. Irgendwann landeten sie dann aber bei Grimms und anderen Märchen. Und der Umstieg hat sich bezahlt gemacht: Das Publikum erwartet unter dem Titel „Und wenn sie nicht gestorben sind . . .“ eine grenzgeniale Märchenstunde, in der vom Bösen Wolf über Däumelinchen bis zur Hexe alle möglichen Figuren auf höchstem Niveau persifliert werden. Dazwischen bleibt aber auch Zeit für einen Selbstfindungstripp. Denn eigentlich sind die beiden Männer – der Naturfreund Kurt und der Facebook-Junkie Richie – in den Wald gegangen, „um durch Rituale loslassen zu lernen“.

Was dabei herauskommt, ist ein großartiger Abend mit Lagerfeuerromantik und Slapstick, der beweist, dass die sogenannte Kleinkunst ein ganz großes Kunststück sein kann. Und dass Männergespräche auch Frauen die Tränen in die Augen treiben können – vor Lachen.
( Mathias Ziegler / Wiener Zeitung)

BlöZinger im Märchenwald

Stichwort BlöZinger: In ihrem Stück „Und wenn sie nicht gestorben sind..." spielen Robert Blöchl und Roland Penzinger zwei Waldwanderer, die über Enttäuschungen mit der Frauenwelt hinweg kommen wollen (Foto und BH-Verbrennung am Lagerfeuer!) und dabei unerwartet ins Reich der Märchen treten: Sie treffen Zwerge und Riesen, Hänsel und Gretel, Fee und Hexe, Rotkäppchen und den böse Wolf, den Hase und den Igel. Mit viel Liebe zum Detail schlüpfen die Kabarettisten blitzschnell von einer Rolle in die andere. Mit Faszination verfolgt man, wie zwei Leute in einer Szene vier Figuren spielen, wie Mimik, Gestik und Sprache jede Figur einzigartig machen und wie jedes fast beiläufig passierte Ungeschick im Laufe der Geschichte großen Wert bekommt.

Regisseur Peter Wustinger hat das junge Duo auf Perfektionismus gedrillt, dass der Zuseher aus dem Staunen (und Lachen) kaum herauskommt. Genauso wenig wie die zwei Wanderer aus dem Wald voller skurriler Märchenfiguren herauskommen. Nach eineinhalb Stunden, in denen einem vom besoffenen Rotkäppchen, über die lästigen Zwerge bis zu den tragischen Gestalten des Versicherungsmaklers Richie und des Tierpflegers Kurt alle ans Herz gewachsen sind, gipfelt der Humor in einem Medley von Liedern (begleitet mit Ukulele), bei dem man auch den Darstellern ansieht, dass sie am liebsten laut loslachen würden.
(Veronika Schmidt / Die Presse)

Zwei Männer im Märchenwald

„Es waren einmal zwei Männer unterwegs im Wald“, heißt es, „um durch Rituale loslassen zu lernen.“ Nur blöd, wenn ihnen bei diesem Versuch eine Abordnung eigentümlicher Märchenfiguren in die Quere kommt.
Das vierte Programm des clownesk geschulten, oberösterreichischen Kabarett-Duos „BlöZinger“ ist ein über weite Strecken geschickt gebautes und ideenreiches Programm. Ein Stück auf zwei Ebenen. Gespickt mit Spielwitz und allerlei pointierten Albernheiten.

Da ist einerseits die Geschichte von Ritchie und Kurt : Zwei Männer mit Beziehungskrisen, die sich durch eine rituelle Vernichtung von Erinnerungsstücken an ihre Ex-Gefährtinnen – eine symbolische Verflossenen-Verbrennung – den Boden für die ersten Schritte in einen neuen Lebensabschnitt bereiten wollen. Der eine voll Hoffnung und Begeisterung, der andere eher ungläubig und widerwillig. Aber einen Versuch ist es immerhin wert.

Dass sie zu diesem Zweck in einen Wald geraten, in dem es vor merkwürdigen Märchenfiguren nur so wimmelt, liefert dem Programm die zweite Handlungsebene, den Akteuren die Möglichkeit, ihre Wandlungsfähigkeit zu demonstrieren, und dem hauptberuflichen Versicherungsvertreter Ritchie die Gelegenheit, mit maßgeschneiderten Angeboten neue Kunden zu werben. Ein schöner running-gag.

Mit exakter Spielfreude verkörpern „BlöZinger“ u.a. Zwerge und Riesen, Hexen und Feen, Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und den Wolf. Und das nicht ganz so, wie sie einem aus der Literatur bekannt sind. Die Zwerge sind frech-fiese Schienbeintreter, die Hexe eine giftige Verführerin, Hänsel hat schwer einen an der Waffel und das Rotkäppchen eindeutig zu viel von dem nach ihr benannten Schaumwein gebechert.

Diese skurrilen Gestalten sind lange Zeit mysteriöse Stichwortgeber und Wegweiser für die beiden im Wald Verirrten. Schräge, unerklärliche Nebenstränge auf ihrem steinigen Weg der Läuterung. In ihrer mitgenommenen Geistesverfassung könnten diese skurrilen Gestalten auch nur ihrer Einbildung entspringen. Sehr schön rätselhaft jedenfalls, das alles.

Bis zu jenem Moment, da „BlöZinger“ die beiden Ebenen zusammenführen. Denn ein von der Lebkuchenhaus-Hexe verzauberter Apfel verwandelt Kurt in einen Affen. Ein Zauber, der entzaubert. Mal abgesehen davon, dass Penzinger den Affen mit einer zwar große Heiterkeit im Publikum auslösenden, aber doch etwas allzu plakativen Körperlichkeit und Mimik spielt. Denn plötzlich werden die Märchen-Wesen zu einem gewissermaßen realen und verselbständigten Bestandteil der Geschichte. Und das tut der Spannung des Stücks leider gar nicht gut.

Nicht missverstehen : es bleibt komisch und kurzweilig. Aber die Neugier ist weg. Im letzten Akt des Stücks lassen „BlöZinger“ dann noch ein gefühltes Dutzend Märchenfiguren sinnlos auf- und abmarschieren. Der unterhaltsame Blödsinn bekommt eine Beliebigkeit. Aus dem Stück wird Stückwerk. Und aus einem absurd anmutenden Drama eine gebrüdergrimmige Sketchparade. Symptomatisch dafür ist der Besuch des traditionellen Rennens zwischen Hase und Igel und die Neubesetzungs-Casting-Show für die Bremer Stadtmusikanten. Derartiges kann einem am Wegesrand durch den Märchenwald schon begegnen, aber wenn, dann bitte angemessen knackig, kurz und präzise. Schlechte Rapper hat die Welt schon genug.

Dennoch : Mit „Und wenn sie nicht gestorben sind ...“ gelingt BlöZinger ein respektabler Qualitäts-Sprung. Ein mit absurder Komik phantasievoll versponnenes Märchen-Kabarett über Männerschmerzen. Und mit seinen bösen, personalisierten Abschieds- und Schlussmach-Liedern könnte sich Robert Blöchl zweifellos ein gut belegtes Zubrot verdienen.

( Peter Blau / kabarett.at)

 

Grimms Märchen kontra Facebook Spiele

Das neue Programm von Robert BLÖchl und Roland penZINGER
„Und wenn sie nicht gestorben sind...“verbreitete  am Donnerstagabend im Linzer Posthof etwas wie Lebensfreude, 
weil die BlöZinger zur seltenen Spezies der liebevollen Kabarettisten  zählen, wobei Seitenhiebe auf
politische, soziale und wirtschaftliche sowie menschliche Schwächen nicht fehlen.

Von Beziehungen und Trennungen gezeichnet verbringen zwei Freunde –einer davon Versicherungsmakler- ein Wochenenede im Wald. Daraus entsteht in einer konsequent durchkonstruierten Geschichte ein Geflcht verwobener Szenen. In die realen Trennungsschmerzen der Männer geraten Schnewittchen, Zwerge, Hänsel und  Gretel, die (erotische) böse Hexe und eine gute Fee. Bis zum Schluss greifen fast alle bekannten Märchengestalten in das kuriose geschehen ein. Daneben spielen Facebook und Versicherungsverträge eine wichtige Rolle.

Was den Blözingern dabei gelingt, ist eine zauberhafte Vermischung dieser Welten. Virtuos springen die Beiden zwischen den vielen Rollen hin und her. Mit Gestik und Mimik bringen sie alle Figuren und deren besonderheiten zum Leben. Und ohne jegliche Requisiten befinden sich vom i-Phone bis zum gewaltigen Werkzeug des Riesen alle wichtigen Utensilien nahezu greifbar auf der Bühne.
Die absurde bisweilen fast poetische selbsterfahrungsreise der zwei Männer findet ihr Happyend,
als die gute Fee und die böse Hexe- imaginär -in den Armen der BlöZinger einen begeisternten Schlussapplaus erleben.
( Eva Hammer / Neues Volksblatt 2.10.2010
)


Pressestimmen: Und wenn sie nicht gestorben sind...

Das Leben hat die alten Sandkastenkumpels Ritchie und Kurt an entgegengesetzte Pole gespült: der eine facebookabhängiger Versicherungsmakler, der andere verhuschter Tierpfleger. Was für eine Combo! ...Dafür hat der Märchen-Abend der beiden zu viel Charme und Esprit. Wenn die zwei im Wald Verirrten überm Lagerfeuer zu schmissigen Loslass- und Split-up-Songs die rituelle Verbrennung von Devotionalien der Ex begehen, hat das nicht nur kathartische Wirkung für die beiden, sondern auch eine humorige auf den Betrachter. Aus 'That"s amore!' wird 'Wenn der Bus dich erwischt und über dich drüber zischt, will ich singen!' Fein. Schauspielern können sie ebenso: Riese, Zwerg, Hase und Igel oder sturztrunkenes Rotkäppchen ('Wie der Sekt'): alle gut getroffen. Happy end gibt"s obendrein: der eine mit der guten Fee, der andere mit der sexy Hexe. Und die Moral von der Geschicht? Wenn nix mehr happy ist: loslassen!
( Thomas Becker / Süddeutsche Zeitung)

Das Publikum erwartet unter dem Titel „Und wenn sie nicht gestorben sind . . .“ eine grenzgeniale Märchenstunde…was dabei herauskommt, ist ein großartiger Abend mit Lagerfeuerromantik und Slapstick, der beweist, dass die sogenannte Kleinkunst ein ganz großes Kunststück sein kann. Und dass Männergespräche auch Frauen die Tränen in die Augen treiben können – vor Lachen.
( Mathias Ziegler / Wiener Zeitung)

Mit viel Liebe zum Detail schlüpfen die Kabarettisten blitzschnell von einer Rolle in die andere. Mit Faszination verfolgt man, wie Mimik, Gestik und Sprache jede Figur einzigartig machen… Regisseur Peter Wustinger hat das junge Duo auf Perfektionismus gedrillt, dass der Zuseher aus dem Staunen (und Lachen) kaum herauskommt. Nach eineinhalb Stunden gipfelt der Humor in einem Medley von Liedern (begleitet mit Ukulele), bei dem man auch den Darstellern ansieht, dass sie am liebsten laut loslachen würden.
(Veronika Schmidt / Die Presse)

Ein unglaublich facettenreiches Schauspiel das die beiden (Clini)Clowns in ihrem Stück abliefern, indem sich der „böse“ Wolf mit schweizer Akzent, Zwei grantelnde schienbeintretende Zwerge und eine verführerische Hexe bei den beiden Wanderern auf höchst vergnügliche weise in den Weg stellen. Für freunde des gehobenen Kabaretts ist ein Abend mit BlöZinger ebenso zu empfehlen wie für Genießer des puren Slapstick. Nach der rituellen Foto Und BH-Verbrennung blödeln unsd schauspieln sich die Beiden von einer unmöglichen Situation in die Nächste, ohne dabei jemals platt oder aufgesetzt zu wirken. Man möchte nach Ende der Vorstellung noch gerne sitzen bleiben um zu erfahren wie es weitergeht. Aber wie das mitgeführte Navi auf der Bühne schon sagt: „Sie haben ihr Ziel erreicht“ (Fischamend/ les

Mit exakter Spielfreude verkörpern „BlöZinger“ u.a. Zwerge und Riesen, Hexen und Feen, Hänsel und Gretel, Rotkäppchen und den Wolf. Und das nicht ganz so, wie sie einem aus der Literatur bekannt sind. Mit „Und wenn sie nicht gestorben sind …“ gelingt BlöZinger ein respektabler Qualitäts-Sprung. Ein mit absurder Komik phantasievoll versponnenes Märchen-Kabarett über Männerschmerzen.
( Peter Blau / kabarett.at)

Penzinger und Blöchl sind alle Figuren und marschieren in blendend gespielter „Weißer Clown und dummer August“-Tradition. Wo der Schmäh nicht fein einsickert, dort werden alte Beziehungsgeschichten mit dem Holzhammer verdaut („Der Irak wurde öfter angegriffen als die eigene Frau“). Und wenn der Zwerg nicht spurt, dann „muss das Schneewittchen morgen für einen weniger aufdecken“. Die beiden haben gesellschaftliche Angsttriebe zu einem schrillen Strauß gebunden, mit dem man seinen Spaß hat.
(Peter Grubmüller / Oberösterreichische Nachrichten)

BlöZinger zählen zur seltenen Spezies der liebevollen Kabarettisten, wobei Seitenhiebe auf politische, soziale und wirtschaftliche sowie menschliche Schwächen nicht fehlen. Mit Gestik und Mimik bringen sie alle Figuren und deren besonderheiten zum Leben. Und ohne jegliche Requisiten befinden sich vom i-Phone bis zum gewaltigen Werkzeug des Riesen alle wichtigen Utensilien nahezu greifbar auf der Bühne.
( Eva Hammer / Neues Volksblatt )